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NETFEED/HISTORY: Maschinenkriege - Die Dunkle Zeit (2/2)

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Das Solar Tigris System ist einem schrecklichen Feind in die Hände gefallen – den Maschinen. Schon in frühster Zeit entwickelten Regierungen kampferprobte und alles beherrschende Intelligenzen, die in jede gesellschaftliche Ebene vordrangen. Dies war während der Dunklen Zeit. Eine tödliche Eigendynamik entwickelte sich die fast alles Leben ausrottete. Nur das eingreifen der Xynoc, unserer Götter, verhinderte das Ende allen Lebens.

Es kam wie es kommen musste. Nachdem die Maschinen beschlossen hatten sich gegen ihre Unterdrücker zu wenden brach Chaos aus. Der bis dahin lose Verband von Regierungen, die größtenteils mit ihren eigenen Streitereien beschäftigt waren, brach innerhalb weniger Standards komplett auseinander. Es wurden unzählige innerhalb der ersten Kriegswelle getötet.
Die Kernwelten waren innerhalb nur weniger Standards gefallen und die äußeren Randregionen hatten kaum lebende Ressourcen um sich dem übermächtigen Feind entgegen zu werfen. Viele flohen aus Angst in die unbekannten Weiten des Weltalls. Vertriebene und Gestrandete findet man immer noch. Die meisten der heute gefundenen, rückständigen Kolonien haben ihren Ursprung in dieser Zeit.
„Es war generell beachtlich das es überhaupt Überlebende gab“, gibt Ito Ly'Mahr zu denken. „Die Maschinen waren gnadenlos und haben auch über Parsec das Leben gejagt und vernichtet. Es ist schwer abzuschätzen wie weit die Technologie des Subraums damals fortgeschritten war, aber auf schnelle Transportmittel wie heute und ein ausgebautes Gildennetz konnte man sich damals nicht verlassen. Es hing viel von dem Captain, der Crew und dem Einfallsreichtum ab den Maschinen zu entkommen. Doch Standard um Standard schwand die Zahl der Lebenden und die Anzahl der besiedelten Planeten.
In der zweiten Phase des Krieges begannen die Maschinen lebenswerte Planeten systematisch zu vernichten und Rohstoffvorkommen sinnlos zu verbrennen.
In dieser Phase wurden viele besiedelte Planeten zerstört und ein großer Teil des Lebens fand in Schiffen statt die von einem Rohstoffvorkommen zum nächsten wanderten um Überleben zu können. In dieser Zeit ging ein großer Teil des Wissens und der Technologie des damaligen Zeitalters verloren. Es gab keine Zusammenkünfte mehr, keine Regierungen, keine bekannten besiedelten Welten. Die damals unendliche Weite des Weltalls machte Kommunikation zwischen den Fliehenden fast unmöglich. Angst und Misstrauen regierten die damaligen Besatzungen.
Durch die immer weitere Verknappung von Ressourcen kam es in der dritten Phase zu häufigeren Auseinandersetzungen zwischen Crews. Man wurde gewagter und die vorher konstanten Verluste von Leben im Universum stiegen dramatisch an. Zu dieser Zeit beherrschten die Maschinen nach aktueller Schätzung ungefähr 40% der heutigen bekannten Welten.
Gegen Ende des Krieges, in der vierten Phase, begannen die Maschinen Subraumrouten zu verändern. Das Anbringen von Störsendern und das Verzerren des Subraumen brachten unzähligen Fliehenden den Tod. Die Entwicklung zu einem Universum ohne Leben, der Siegeszug der Maschinen, er war zum greifen nahe.“

Doch dann kamen die Xynoc. Die Hand der Götter warf die Maschinen zurück und vereinigte unter der Flagge des Systems die verstreuten Überlebenden. Die Schlacht der Maschinen gegen die Xynoc war kurz und schmerzhaft. Innerhalb von wenigen Standards hatten die Götter den äonenwährenden Krieg beendet und ein neues Zeitalter des Friedens eingeleitet. Berichte aus dieser Zeit bestätigen wie die Götter ganze Armeen von Maschinen verschlangen und verlorene Planeten wieder bewohnbar machten. Verbrannte Ressourcen wurden von den Göttern wieder nutzbar gemacht und Leben wurde erschaffen. Die Dunkle Zeit war vorüber. Die Götter hatten die Flüchtlinge in ihr Paradies geführt.

Das war der zweiteilige Einstieg NETFEED/HISTORY: Maschinenkriege, ein historischer Ausflug in die Geschichte der Maschinen. Ihr NETFEED- Team bedankt sich für Ihr reges Interesse an historischen und gesellschaftlichen Themen und nimmt gerne Fragen und Wünsche von Ihnen entgegen.

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Klingt toll!

Der Text ist schön zu lesen und verdammt interessant! Endlich erfahren wir, wie die Bevölkerung in RaumZeit die Rettung vor den Maschinen sieht und wodurch die Xynoc zu ihrem Götterstatus gekommen sind.

Nur warum haben die Jungh nicht eingegriffen? Waren sei da schon verschwunden?

Was ich nicht verstehe ist, warum die Maschinen Resourcen verbrannt haben, statt sie einfach von selbstreplizierenden Bots vollständig ausbeuten zu lassen. Haben sie ihre Prioritäten verloren? Oder waren sie vielleicht zu sehr auf Kampf ausgerichtet, als dass sie eine stabile ökonomie aufbauen konnten?

(Falls kein Grund: Wie wäre es mit „ausgebeutet“ und „die Xynoc haben neue Wege eröffnet, auf bisher unzugängliche Resourcen zuzugreifen“?)

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Schön das es dir gefällt!

Freut mich das es dir gefällt. Darf ich die Frage der Jungh auf den nächsten NETFEED- Artikel verschieben?

Über die Ausbeutung bzw. Verbrennung lass ich einen NETFEED- Experten sprechen^^

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Jungh

Klar :) Danke für die ganzen tollen Infos!

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NETFEED/HISTORY: Ausbeutung und Verbrennung

Die Ausbeutung der Ressourcen durch die Maschinen schritt in der ersten Phase der Dunklen Zeit stetig voran. Die Anzahl der neu befallenen Welten war relativ klein und das Augenmerk der Kriegstreiber lag in der schnellen Zerschlagung der restlichen Heimatorte des Lebens. Neue Ressourcen und Kolonien wurden benötigt.
„Als die erste Phase des Krieges dem Ende zustrebte und immer weniger besiedelte Planeten vorhanden waren, flohen die Überlebenden in die unbekannten Weiten oder suchten heimliche Verstecke um Ressourcen für ihr Lebens abzubauen“, meint Historiker Ito Ly'Mahr zu den Ereignissen. „Die Fülle der in Frage kommenden Planeten stieg für die jagenden Maschinen exorbitant an. Eine systematische Besiedelung und der Zusammenhalt der Kolonien stellte für sie zu der damaligen Zeit eine enorme Herausforderung da. Ich muss betonen, es gab damals keine Sternentore, keine geglätteten Routen, keinen Sprungantrieb und entsprechend langsam war die Kommunikation. Ein zu großes Reich wäre wahrscheinlich auseinander gebrochen und hätte die Maschinen in ihrer Jagt eingeschränkt.
So geht aus den Aufzeichnungen der Typhon- Crew zu dieser Zeit hervor, dass die Maschinen teilweise interne Konflikte ausgefochten haben und teils schon eigens besiedelte Planeten vernichteten.“

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Nicht besser als Terraner…

Scheint, dass die Maschinen doch an ihre Schöpfer gebunden waren. Naja, wer eine Kriegsmaschine baut muss damit rechnen, dass sie Krieg führt. Egal, ob man das gerade will oder nicht.

Heißt das, die Maschinen wollten einfach nur die Resourcen zerstören, die die Überlebenden brauchten, um zu weiteren Resoucren zu gelangen?

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„Eine interessante Denk­richtung, die sich für mich als altem DSA Spieler fast schon ungewohnt schlank anfühlt.“
— Philipp von Phönixbanner
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