1w6 - Ein Würfel System - Einfach saubere, freie Rollenspiel-Regeln

Raus aus dem Kriegsgebiet

Bild von Drak

°"Ich verrate niemanden, mit dem ich das Bett geteilt habe."

Eine Synarchu kracht gegen die Decke. Stechender Ozongeruch erfüllt die Luft, als eine ihrer Rippen bricht und Spuren ihrer Atemluft zischend austreten.

"Ich mag ihn erschießen, wenn wir auf unterschiedlichen Seiten stehen", der Körper der Synachu kracht gegen die Wand, "oder seinen Planeten einäschern, wenn es ein Auftrag verlangt", die Synachu kracht gegen eine Tischkante und Verstrebungen ihres Exoskellettes brechen mit metallischen Krachen, "aber ich verrate ihn nicht."°

Verdammt, wie gerne würde ich das jetzt machen. Stattdessen sitze ich hier, grabe meine Fingernägel in die Handflächen und zeichne meine Gedanken auf, um sie nicht unüberlegt umzusetzen.

Wir hatten noch gestern zusammengesucht, wo wir überall waren, und was alles geschehen ist. Dass wir heute hier sitzen und von einer Synachu und einem Harithgad wegen einer verlorenen Schlacht erpresst werden, hätten wir nicht erwartet.

Dabei hatte es schon auf Ashar angefangen schiefzugehen. Nachdem sich Etaros für uns geopfert hatte und Aro den Kampf gegen sein Biest verlor, fand uns Berger in den Tiefen der Forschungsstation und statt der Platte brachten wir nur schwere Verletzungen an die Oberfläche zurück.

Nicht einmal Kyrie konnten wir erhalten, auch wenn sie kurz wieder am Leben schien. Nachdem der Berobte, der einmal Jodi war, verschwand und unsere KI Lyra alleine und dem Zat-Angriff ausgeliefert blieb, starb Kyrie ein drittes Mal in meinen Armen. Ich hatte gehofft, das nie wieder erleben zu muessen.

° Schluchzer schütteln Sskrezta, als Kyries toter Körper in ihren Armen hängt. Sie hebt ihr Kinn und küsst ihre kalten Lippen. Dann blickt sie in die toten Augen ihrer ehemaligen Gefährtin und bricht weinend in die Knie. °

Wir flohen von Ashar, und sammelten die zwei Transporter des D'Sol Clans auf, der uns für unseren Schutz den Weg nach Ashar geebnet hatte. In unserem Frachtraum hatten wir Frachtcontainer mit hunderten weiteren Ranmex in Kryogel. Natürlich stand die Sprungblockade weiterhin, so dass wir erst aus dem Kriegsgbiet entkommen konnten, als wir ein kleines Schiff entdeckten, das für unsere Sensoren fast unsichtbar war. Es öffnete trotz Blockade einen Weg durch den Subraum und Fox synchronisierte uns mit dem geöffneten Kanal. Eine kurze Verfolgung später sahen wir das Schiff an einer Station andocken.

°"Computer, Karte"

Sskrezta taumelt noch als sie in der Kantine ankommt. Ein Sternenfeld zeigt sich auf dem Schirm. Als der Computer die Vergrößerung aktiviert, taucht schlagartig eine wie eine Sanduhr geformte Station auf.

In ihrer Landebucht verschwindet ein winziges Shuttle.°

Wir durchsuchten die Station. In einem Frachtraum fanden wir einen beschädigten Psi-Verstaerker, viele Halterungen, aus denen hastig irgendwelche Geräte ausgebaut wurden und Kisten, die über die letzten fünfzig Standards hier angeliefert worden waren. Während ich unsere Tranportplatte holte, entdeckte Fox die Lieferscheine. Die letzte Kiste war vor gerade mal 4 Tagen angekommen.

Ich levitierte den Psi-Verstärker auf die Platte, doch wir entschlossen uns, den Rest der Station zu durchsuchen, bevor wir etwas ins Schiff luden. Es wäre unschön, wenn uns der Besitzer dabei zuschauen würde.

Außer dem Dock und dem Lagerraum gab noch eine Ebene. Die für uns einfach zugänglichen Teile, die nur einfache Türen vom Gang abgrenzten, waren eine fast leergeräumte Krankenstation und Schlafquartiere für hundert Leute. Die Betten waren alle frisch bezogen und alle Schließfaecher geleert, doch Fox roch, dass die Arbeiter aus den verschiedensten Spezies gekommen waren. Danach machten wir uns an den gesicherten Teil: Eine verriegelte Schleuse.

° Vor Sskresztas inneren Augen wird das massive Schott fast durchsichtig, während ihre geistigen Fühler vorwärts tasten. Sie durchdringen das Schott und gleiten aus dem Stahl in freie Luft. Langam wenden sie sich um und tasten über die Oberflache, bis sie einen breiteren Knopf ertasten. Ein sachter Druck aktiviert ihn, und das Schott fährt zischend auf. °

° Eine grausame Gewalt reißt Sskreszta zu Boden. Sie hört ihre Rippen knacken, als ihr Rücken aufschlägt. Fox und Kalem stehen noch neben ihr, doch ihre Panzerungen knistern unter der Belastung. Sskreztas Kraft greift aus und kompensiert die Last der anderen, doch ihr eigener Atem geht pfeifend und als die nächste Schmerzwelle ihren Körper zucken laesst, senkt sich Schwärze über sie. °

Irgendetwas hat die Gravitation in der Station Schritt für Schritt auf das Zwanzigfache der Normgravitation erhöht. Ich lebe nur noch, weil Kalem und Fox mich zum Schiff zurueck geschliffen haben.

Kalem heilte mich, soweit sie es konnte, und baute dann binnen vier Stunden drei unserer Transportplatten in tragbare Gravkompensatoren um.

Dann holten wir den Psi-Verstärker ins Schiff und wandten uns danach wieder dem Gang hinter dem Schott zu, diesmal mit improvisierten Sprengkapseln.

Zwei Stunden später entschieden wir uns, die Kapseln einzusetzen, nachdem das Schott allen psionischen und elektronischen Mitteln widerstanden hatte. Eine einzelne Sprenkapsel genügte, um den psionischen Schutz des Schotts zu beschädigen, dann bog ich es telekinetisch auf.

Dahinter war die Kommandozentrale. Wir beobchteten, wie irgendetwas von der Station aus sprang und Wesen griffen uns an, die verschwanden, als wir sie angriffen.

Nach dem fremden Sprung fiel die Gravitation wieder auf 1g, und die Wesen waren schnell besiegt. Leider aktivierte sich ein Zerstörungsmechanismus, so dass wir von der Station fliehen mussten. Kalem konnte uns durch Energieumleitung noch genügend Zeit erkaufen, dass wir das winzige Sprungschiff in unseren Laderaum reiszen konnten, dann bereitete Fox den Sprung vor und ich sprach noch einmal mit unserer Auftraggeberin.

° Eine Ranmex mit dunkelbraun getigertem Fell steht im Schott, Faria Eraso, Tochter des Leiters des D'sol Clans. Sskreszta tritt auf sie zu und reicht ihr die Hand. "Ich will ihnen eine Geschichte erzählen. Kennen sie die Biester, die in jedem Ranmex schlummern?"

Faria blickt misstrauisch "das sind uralte Märchen."

Sskreszta lächelt und setzt ich entspannt auf den Boden. "Wir haben sie nicht nur gesehen, sondern geweckt. Tief in der Forschungsstation standen transparente Säulen, in denen Ranmex in Nährloesung schwammen. Als sie zersplitterten, stürzte einer der Ranmex darin auf den Boden und begann zu wachsen. Während wir flohen, zerriss er fünf Space-Marines, Wände bogen sich um ihn zur Seite und seine psionische Kraft ließ seine Gestalt verschwimmen. Wir konnten in einem Aufzug verschwinden, während er wütete und die Struktur der Realität selbst zerstörte."

Noch immer misstrauisch antwortet die Ranmex "dafür haben sie keine Beweise", als Kalem eingreift "Nach der Zerstörung des Tempels..."

"Ihr habt einen Tempel zerstört?!" brüllt die Ranmex fast und ihre Zähne blitzen unter zurückgezogenen Lefzen während sich ihr ganzer Körper zum Kampf spannt.°

Wir konnten sie mit viel Mühe überzeugen, dass der Tempel im Krieg zerstört wurde, und dass wir damit nichts zu tun hatten (auch wenn ich selbst mir nicht sicher bin. Das Timing passte etwas zu gut, schließlich hätten wir ohne die Zerstörung des Tempels nicht überlebt).

Nachdem sie uns versprochen hatte, dass sie uns die Million Creds überweisen würde, verschwand sie noch immer wuetend in ihrem Schiff.

Eineinhalb Stunden später starteten wir bedeutend reicher den ersten von zwei Sprüngen zur Hibiti-Station.

° Mitten in einem Asteroidenfeld taucht eine Station auf. Zwischen zwei riesigen Gesteinsbrocken eingezwängt öffnen sich die Docks der Station in den leeren Raum. Kurz darauf schließen sie sich hinter dem Schiff und tauchen es in Dunkelheit. Dann flammen Lichter auf und enthüllen die von tausenden Zeichnungen und Rußflecken bedeckten Innenwände des Docks. °

Der erste Weg führte uns zu Coda, fuer den wir aus dem Tempel der Ranmex eine Platte hätten holen sollen. Wir mussten ihm sagen, dass wir erfolglos geblieben waren und nur durch viel Glück noch lebten.

Ich schreibe später weiter. Wir müssen kämpfen.

° Eine Synachu beugt sich über den kleinen Tisch einer Kneipe und blickt Sskreszta an.

"Ich glaube, wir müssen deutlicher werden. Wo sind Aro und Aika?"°

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Bild von inside

Gefällt mir

Ein sehr schöner Aufschrieb. Gefällt mir echt gut. Hoffe da kommen bald noch mehr. :)

Bild von Drak

Freut mich!

Aktuell will ich erstmal wissen, wie wir weiterkommen... und wie du die beiden aus der Todesfalle wieder rausholst ;)

Sowohl Kalem als auch Sskreszta sind sehr kurz davor, die beiden in der Luft zu zerreißen.

Bild von inside

Abwarten

Abwarten... ist ja bald wieder so weit. Und zerreißen ist nie so ne gute Sache. Gibt immer sehr viel Sauerei! :p

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