1w6 - Ein Würfel System - Einfach saubere, freie Rollenspiel-Regeln

Auf zu neuen Abenteuern

Bild von Drak

Abenteuer warten in RaumZeit auf jeden der den Mut aufbringt ihnen zu folgen. Casilda, Lomo nan Tar, Chessos und Nayres reisen zu ihrer ersten gemeinsamen Mission und du kannst dabei sein und lernen was es mit dem intergalaktischen Reisen auf sich hat.


"Ich glaube nicht an die Religion und einen allmächtigen Gott. Ich sehen jeden Tag sein Wirken auf das Universum und spüre seine Macht in jedem Abenteuer das ich für seine gerechte Sache bestreite. Und an dem harten Geld und dem Ruhm den es mir einbringt. Ja, wir kämpfen für uns. Und für die Armen. Okay, auch für die Armen."

- Kampf und die Religion, Lomo nan Tar

Knirschend schloss sich die Sicherheitsschleuse hinter der keuchenden Truppe. Casilda lehnte sich gegen die Wand. Rennen war noch nie ihre Leidenschaft gewesen und für ihre Profession auch meistens ziemlich unbrauchbar. Sie beäugte ihre Mitstreiter.

Die Synachu trug Lomo nan Tar scheinbar ohne große Anstrengung geradewegs in eines der Quartiere und murmelte dabei etwas von einem großen Idioten. Und Chessos, der Ranmex, redete schon wie wild mit dem Schiff während er ins Cockpit hastete. Als das kleine Schiff zu vibrieren begann, straffte sich Casilda. So sollten die anderen sie nicht sehen, als schwer atmendes Ding das gerettet werden muss.

"Wir docken ab. Ich habe die Sicherheitsfreigabe gerade erhalten", dröhnte Chessos' Stimme durch den kleinen Transporter. Ein Ruck ging durch das Schiff und Casilda konnte sich nur durch pure Sturheit auf den Beinen halten, während sie wankend Richtung dem lauten Geflucht schwankte das von einer der Kabinen kam.

"Der Terraner blutet stark", schnaubte Nayres und heftete das zweite kleine MedKit an ihn. "Und er hört nicht auf, obwohl ich schon ein ganzes MedKit verbraucht habe."

MedKits

MedKits gehören zur Grundausstattung jedes Abenteurers. Sie heilen Wunden schnell und können Schmerzen lindern. In manchen Situationen entscheiden sie zwischen Leben und Tod. Aber Achtung, wenn deine Lizenz ausläuft werden alle Maßnahmen verweigert.

Was hat er bloß gemacht? Casilda kräuselte die Stirn und betrachtete die heftig blutende Wunde auf dem Bauch von Lomo nan Tar. Sein rechtes Knie war angeschwollen und auf seiner linken Schulter prangte ein großer Brandfleck. Was hat er gemacht? Casilda fasste sich auf ihrem Bauch. Nichts ist nach der seltsamen Berührung von dem... wie hatten sie ihn genannt? Monrithgard? ... nichts ist übrig geblieben.

"Stim!", ertönte der Befehl von Chessos. Casilda erschrak. Sie hatte den Ranmex nicht gehört wie er in das Quartier gekommen war.

Stöhnend öffnete Lomo nan Tar seine glasigen, völlig grünen Augen auf. "Nicht gut", murmelte er. "Erhöhe Dosis!"

"Was war das?" fuhr Nayres ihn an, als ob er nicht gerade halb tot vor ihr auf der Pritsche liegen würde. "Wir hätten draufgehen können wenn die uns erwischt hätten."

"Ruhig Schwester, ruhig." Die Stimme von Lomo nan Tar klang schwach.

"Ruhig?" knurrte die Synachu und ihre PSI- Klingen blitzten kurz auf. "Was hast du dir dabei gedacht?"

Eine viel wichtigere Frage, was hat er gemacht? schoss Casilda durch den Kopf.

"Ich konnte sie doch nicht einfach so da liegen lassen, nachdem wir ihnen das angetan haben. Nachdem du ihnen das angetan hast", seine Stimme war fester. "Und in ein paar Stunden bin ich wieder fit. Also höre auf mich anzuschreien, sonst..." Seine Stimme wechselte schlagartig auf ein bedrohliches Grollen. "Was ich..."

"Nayres!", schnitt Chessos' Stimme die Synachu-Kriegerin ab. "Keinen Streit auf meinem Schiff. Wir brauchen alle für diese Mission und wir müssen uns vertrauen, verstanden?"

Nayres versteifte sich bei dem Befehlston und brummt nur ein Verstanden. "Aber das nächste Mal rette ich dir nicht deinen Arsch bei so einer Aktion", schnaubte sie noch leise beim Rausgehen, aber wohl doch für alle Ohren bestimmt.

Lomo nan Tar lächelte. Lass mich los! Lass mich der Frau zeigen wozu Piraten fähig sind! Ich werde ihr...

"Was war das?" Casilda blickte neugierig in Lomo nan Tars Gesicht. "Was hast du da mit mir gemacht?"

Aufzeichnung 305: Der Subraum

"Wenn ich Schwingen hätte wie ein Vogel wäre der Himmel meine Heimat und der Weg mein Ziel."

- Ray McWarryn (Nerde)

Erstaunlich das unsere Wissenschaftler richtig und doch so falsch lagen. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass wir einmal so schnell reisen können, dass Distanzen zwischen Sternen innerhalb von Tagen einfach überwunden werden können.

Die Technik dahinter ist irgendwie mit dem Subraum verknüpft, eine Art alternative Realität, die man weder sehen noch betreten kann, dennoch existiert. Und diese speziellen Raumschiffe können sich in ihm schneller als Licht bewegen.

Für unseren Kampf brauchen wir schnelle Schiffe um das System abzuhängen, damit wir schnell und sicher zuschlagen können, wo sie es am wenigsten erwarten und ihnen damit das Bewusstsein schaffen, dass sie nirgendwo vor uns sicher sind.

~ Für den Terror gegen das System, inside

Einen Tag später saß die kleine Gruppe in dem winzigen Aufenthaltsraum. Casilda wusste immer noch nicht genau worum es bei dieser "Mission" ging, aber Geld und Abenteuer hatten sie schon bald in den Bann gezogen. Sie wollte mitmachen. Und wenn sie das, was Lomo nan Tar ihr bisher erzählt hatte, richtig deutete, dann kämpften sie auch für eine gute Sache; jedenfalls der Terraner, bei den anderen war sich Casilda nicht so sicher.

"Wir treten bald in den Subraum ein. Bis dahin sollten wir einen konkreteren Plan haben." Chessos blickte in die Runde. "Also, wie kommen wir von dem intergalaktischen Flughafen ohne Genehmigung runter und wie schaffen wir die Ladung an Bord? Vorschläge?"

"Rrron hat garantiert ein paar Sicherheitskräfte dort stationiert wenn so eine brisante Ladung wie Nanofabriken in die technophobe Region geliefert wird", meinte Lomo nan Tar nachdenklich. Seine Wunden hatten sich nach ein paar Stunden tatsächlich wie von Zauberhand selber geschlossen.

Und jetzt sitzt er hier als ob nichts gewesen wäre, dachte Casilda.

"Und wir wollen auch kein Aufsehen erregen. Es soll still ablaufen. Immerhin müssen wir noch in das Nachbarsystem Vaal und die Ladung dort abliefern", nickte Chessos.

"Wenn wir eine Genehmigung hätten, wäre es am einfachsten." Der Terraner schaute Casilda in die Augen, dann legt sich ein Lächeln über sein Gesicht. "Wie gut bist du mit den hiesigen Sicherheitssystemen vertraut? Die Schleuse hattest du ja gut im Griff gehabt."

"Hervorragend", grinst sie. "Die auf der Station waren nicht so das Problem."

"Wie lange würdest du brauchen, um uns einen Passierschein zu besorgen?"

"Hm..." Ihre Stirn legt sich in Falten. "Was für ein System ist das? Kann mir jemand sagen wie solche Systeme normalerweise gesichert sind?"

Fragend schaute Casilda in die Runde, aber keiner schien sich zu regen. "Niemand?" Sie kratzte sich am Kopf und dachte nach. Sie wusste, dass sie an eine Datenleitung musste, eventuell in einen abgesicherten Raum um an gewissen Daten zu gelangen. Sie schauderte etwas bei dem Gedanken wieder vertieft in den Routinen zu sein nur um dann von einer schweren Hand ergriffen zu werden.

"Und?" Casilda schreckte hoch. Alle Augen waren auf sie gerichtet.

"Ähm... nun ja, irgendwie sollte das schon machbar sein." Sie rieb sich die Stirn. "Wenn ich ein paar Routinen vorschreibe und noch die Architektur hier studieren kann, dann..." Ein Lächeln breitete sich in ihrem Gesicht aus. Was für ein Abenteuer! Und das mit Leuten die mir den Rücken freihalten können. "Eine gute Stunde, vielleicht zwei, ungestört an einer der Hauptdatenleitungen und ihr habt was ihr wollt."

"Gut", Chessos seufzte. "Und wie regeln wir da mit 18p-lern? Wir brauchen einen der..."

Auswirkungen: Subraum

Ist ein Schiff im Subraum "verändert" sich die Realität. Raum und Zeit sind verzerrt, die Gedanken laufen oft zäh vor sich hin und können Abbilder erzeugen die realen als Träume in dem verbogenen Raum existieren.

Nach der Besprechung sagte Chessos, dass sich alle auf den Eintritt in den Subraum vorbereiten sollen. Nayres hat nur mit den Zähnen geknirscht und gemeint, man solle sie aufwecken sobald die Gefahr vorbei sei. Lomo nan Tar hatte sich in seinem Quartier verschanzt und etwas zwischen Rache, Anpassung und Rückfall gemurmelt.

Schon ein seltsamer Kerl. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen er ist verrückt oder schizophren. Casilda schauerte leicht. Die Bewegungen und Gedanken im Subraum verhielten sich etwas anders als im Normalraum. Das hatte sie schon bei ihrem Überflug nach "Traum Anderer" bemerkt. Als ob die Realität verbogen wäre.

Konzentriere dich! ermahnte sie sich und beugte sich über ihren Rechner. Routinen schreiben sich nicht von selber... obwohl... Ein breites Grinsen zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Sie freute sich schon auf das Abenteuer und die Herausforderung. Jetzt weiß ich, was inside vorangetrieben hat.

Aufzeichnung 13: Willkommen auf "Traum Anderer"

"Ein Koloss aus Stahl und Beton. Ein Wesen hoch über den Wolken, ein Hort der Zuflucht und der Geborgenheit. Und doch, so kann ich fliegen, erkunde ich meine Freiheit, die wohl grenzenlos ist. Das ist meine Heimat.

- Ray McWarryn (Nerde)

Willkommen Abenteurerin auf Traum Anderer. Das ist eine meiner Spuren, die ich über meinen Weg verstreuen werde um Abenteurern unabhängige Informationen über das System, die Xynoc und den vieles mehr zukommen zu lassen. Und der erste Hinweis ist als Warnung gedacht. Halte dich fern von Abenteuern. Sie sind wie eine Droge und Krankheit zugleich: Erheiternd und ansteckend. Sie machen süchtig, befriedigen die Neugierde nie und du wirst immer auf der Jagd nach neuen Herausforderungen sein.

Und wenn du trotz meiner Warnung diesen Weg weiterhin beschreiten willst, dann folge deinem Herzen und deinen Träumen. Du kannst darauf setzen dass wir uns mehr als einmal in diesem Leben über den Weg laufen werden, denn dies ist der Traum den ich gewählt habe und den du jetzt auch anfangen wirst zu Träumen. Willkommen in der RaumZeit!

Auf die Abenteuer, inside"

Reisen im RaumZeit-Universum

Das Universum ist groß, um nicht zu sagen gigantisch. Beim Reisen unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Arten:

  • Unter Lichtgeschwindigkeit (LTL): die klassische Physik verbietet dass sich Objekte oder Informationen schneller als Lichtgeschwindigkeit bewegen. Daher ist das Reise mit dieser Art von Technologie nur innerhalb von Sonnensystemen sinnvoll. Die gebräuchlichsten Technologien sind Ionen-, Antimaterie- oder Gravitationsantriebe.
| Verfahren           | Besch./Geschw. | Zeit 3 LM |
|---------------------+----------------+-----------|
| Ionenantrieb        | 15g / 20LM/h   | 9h / 14h  |
| Antimaterie Antrieb | 20g / 40LM/h   | 6h / 9h   |
| Grav-Antrieb LC3    | 60g / 60LM/h   | 4h / 6h   |
|                     |                |           |
| Installationen      |                |           |
|    Grav-Netzwerk    | 250g / 20LM/h  | 2h / 1h   |
|    Grav-Streifen    | 1'000g / 40/h  | 1h / 1.5h |
  • Über Lichtgeschwindigkeit (FTL): Das Universum ist nicht auf die klassischen vier Dimensionen beschränkt, sondern besteht aus vielschichtigen Strukturen die es ermöglichen sich schneller als Lichtgeschwindigkeit bezüglich des klassischen Raumes zu bewegen. Technologien, die sich in diesem sogenannten Subraum bewegen sind das Warpgleitverfahren, stationäre Sprungstationen oder ausschließlich militärisch genutzte Massensprünge.
| Verfahren       | Anmerkung               |
|-----------------+-------------------------|
| Warpgleit       |                         |
|    neue Technik | 1.0pc/dy                |
|    alte Technik | 0.5pc/dy                |
| Sprungstationen |                         |
|    alte Station | bis 10pc/dy             |
|    Gildenstation| bis 100pc/dy            |
| Massensprung    | bis 20pc/dy             |

Subraumtechnik

Der Subraum ermöglicht das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit. Die logische Frage die daraus folgt, welche anderen Subraumtechniken gibt es. Folgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten Subraumtechniken und deren Anwendung:

  • Subraumkommunikation: Kommunikation über den Subraum ist nur bei einer stabilen Punkt-zu-Punkt-Verbindung möglich.
  • Real-Subraum-Scanner: Man kann den Subraum vom realen Raum scannen. Dabei wird immer ein Gebiet von 1pc Radius abgetastet.
  • Sub-Realraum-Scanner: Man kann von dem Subraum auch den realen Raum innerhalb von 1pc Radius grob beobachten.
  • Sub-Subraum-Scanner: Man kann vom Subraum aus natürlich auch den Subraum rudimentär scannen.
  • Subraumwaffen: Es gibt keine Waffen die direkt vom realen Raum auf den Subraum wirken, so wie es Waffen gibt, die vom Subraum auf den realen Raum wirken können. Waffen, die innerhalb des Subraums abgefeuert werden richten verherrenden Schaden am eigenen Raumschiff an.

Allgemeine Hinweise zum Leiten

Die Welt um "Traum Anderer" ist rau und oft unreguliert, da das System nur einen schwachen Zugriff auf die Station aber auch auf das Technophobengebiet hat. Entsprechend tummeln sich hier nicht nur heroische Weltverbesserer, sondern auch Piraten, Gesetzlose, Flüchtlinge und natürlich Schmuggler. Daher einige Worte der Warnung:

  • Waffen sind sehr schnell tödlich, vor allem wenn man sie auf ungeschützte Personen abfeuert.
  • Offizielle Stationen schränken Waffen und Rüstungen stark ein und aggressive Implantate werden ausgeschaltet. Auf "Traum Anderer" ist das Tragen von schweren Waffen (LC3+) verboten, aber die Kontrollen sind leicht zu umgehen.
  • Physische Verletzungen können von MedKits schnell geheilt werden und manche Gesellschaften bei denen seit Jahrhunderten diese Technologie existiert haben ein ganz anderes Verständnis über physische Gewalt und Verletzungen als sie Nerdianer haben.
  • Die Stationssicherheit auf "Traum Andere" ist es gewohnt mit Piraten umzugehen. Daher erwartet dass sie zur Not auch zu härteren Mitteln greifen werden.
  • Die Technophoben sind rigoros was Verräter anbelangt. Erwartet also dass Bestechungen ungefähr einen Monatslohn kosten werden und teurer werden, je mehr die Person zu verlieren hat. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten Personen zu überzeugen.

Konfliktpunkte

Aufgaben, denen sich Charaktere irgendwann gegenübersehen. Anfangs wird Kjeol ihnen vieles davon abnehmen.

  • Zum Planeten kommen
    • Schiff organisieren
    • Karten organisieren
    • Route planen
    • Piraten, Bürokraten und das Weltall bezwingen
  • Auf Planetenoberfläche kommen
    • Bürokratie überkommen
    • Überzeugen warum mit der Technologie auf dem Planeten gelandet werden darf
    • versteckt landen und starten
  • Versteckt reisen
    • Route planen
    • Bestechungen
  • Das Ziel finden / Vorab-Infos organisieren
    • Hacken, reisen, bestechen, Kontakte
    • Eigenes kleines Abenteuer
  • Die Technologie klauen/deponieren (infiltrieren)
  • Vom Planeten fliehen
    • Die Bevölkerung will die Technologie nicht
    • Die Regierung will sich sicherlich nicht (Sicherheit)
    • In Konflikte zwischen verschiedenen Parteien geraten
  • Mit wem legen wir uns hier an?
    • Warum stürzen sich nicht alle sofort auf uns? (Größe des Universums, Informationsfluss)
    • Wohin darf ich mich noch bewegen? (Spuren hinterlassen, vertuschen, wieder zerstören oder gewinnen)
    • Pass auf deine DNS auf.
  • Moralische Fragen: Wollen wir das wirklich?
  • Bezahlung erhalten
    • Von Kjeol ist das einfach.
    • Von anderem Auftraggeber kann das kompliziert werden.
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„Eine interessante Denk­richtung, die sich für mich als altem DSA Spieler fast schon ungewohnt schlank anfühlt.“
— Philipp von Phönixbanner
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